23 June 2026, 18:18

Berlin wagt erneut den Traum von Olympischen Spielen – doch die Kritik bleibt

Und nun zu den Sportnachrichten... Berlin und die Olympischen Spiele

Berlin wagt erneut den Traum von Olympischen Spielen – doch die Kritik bleibt

Berlin erwägt erneut eine Bewerbung um die Austragung der Olympischen Spiele

Die Stadt blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte mit den Spielen zurück – geprägt von gescheiterten Versuchen und Kontroversen. Nun prallen Befürworter und Gegner aufeinander, wenn es um die Frage geht, ob das Sportereignis wieder in die deutsche Hauptstadt geholt werden soll.

Erstmals wollte Berlin die Olympischen Spiele 1916 ausrichten, doch der Erste Weltkrieg machte die Pläne zunichte. 1936 fand das Event schließlich in der Stadt statt, wurde jedoch durch die Instrumentalisierung als NS-Propaganda überschattet.

Jüngere Anläufe für die Jahre 2000 und 2004 scheiterten an organisatorischen Mängeln und öffentlichen Protesten. Dennoch gibt es jetzt einen neuen Vorstoß, angeführt von Persönlichkeiten wie Kaweh Niroomand, ehemaliger Manager der Berlin Volleys, und Moritz van Dülmen, Leiter der Kulturprojekte Berlin. Beide gehören einem olympiafreundlichen Ausschuss im Berliner Senat an.

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Die Initiative NOlympia hingegen argumentiert, Berlin sei den Verkehrsanforderungen und der finanziellen Belastung nicht gewachsen. Umfragen zeigen jedoch, dass zwei Drittel der Berlinerinnen und Berliner die Idee weiterhin unterstützen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September über die deutsche Bewerberstadt entscheiden. Erst danach wird das Ausmaß der globalen Konkurrenz um die Austragung deutlich.

Die Entscheidung über den deutschen Kandidaten fällt Ende September. Berlins Bewerbung – sofern sie ausgewählt wird – müsste sich sowohl innerdeutscher Kritik als auch internationaler Rivalität stellen. Ob die Stadt ihre alten Fehler überwinden und aktuelle Bedenken ausräumen kann, wird über den Ausgang entscheiden.

Quelle