22 March 2026, 20:23

Berlin feiert Newroz erstmals gemeinsam im Humboldt Forum und Haus der Kulturen der Welt

Ein farbenfrohes chinesisches Neujahrsfest in Amsterdam mit einer Löwen-Tanzvorstellung vor einer Zuschauermenge, darunter einige mit Kameras, vor einer Kulisse aus Gebäuden, Laternenmasten und einem klaren blauen Himmel.

Berlin feiert Newroz erstmals gemeinsam im Humboldt Forum und Haus der Kulturen der Welt

Berlins Humboldt Forum und Haus der Kulturen der Welt feiern erstmals Newroz

An diesem Wochenende veranstalten das Humboldt Forum und das Haus der Kulturen der Welt in Berlin erstmals gemeinsame Feierlichkeiten zum Newroz-Fest – ein bedeutender Moment für das traditionelle Fest, das in Ländern wie Afghanistan und Iran weiterhin verboten ist. Beide Häuser haben ein umfangreiches Programm mit kulturellen Aktivitäten, Diskussionen und Aufführungen vorbereitet, um die uralte Tradition zu würdigen.

Das Humboldt Forum widmet dem Newroz-Fest einen ganzen Samstag und arbeitet dabei mit sieben Berliner Vereinen zusammen, um das Fest lebendig werden zu lassen. Besucher können an traditionellen Aktivitäten wie Drachenbau, Eierbemalung und regionalen Tänzen teilnehmen. Die Veranstaltung ist Teil des Jahresprogramms "Beziehungen: Familie" des Forums und thematisiert die schwierigen Lebensbedingungen, mit denen viele Familien derzeit konfrontiert sind.

Die Vereine GAFCA und San'at präsentieren Bräuche aus Zentralasien und Usbekistan, während Yekmal, Mittani und Royavida kurdische Traditionen in den Vordergrund stellen. Eine Podiumsdiskussion unter dem Titel "Newroz zwischen Schmerz und Hoffnung: Iranische und afghanische Perspektiven" beleuchtet die Bedeutung des Festes in Zeiten der Unterdrückung – mit Beiträgen von Mehr und PUK e.V.

Im Haus der Kulturen der Welt hat Kuratorin Ava Irandoost die Feierlichkeiten auf persische Kultur und Künstlerinnen fokussiert. Das Programm rückt den Iran in den Mittelpunkt und bietet damit einen eigenständigen Schwerpunkt im Vergleich zum regional breiter angelegten Ansatz des Humboldt Forums.

Newroz, das weltweit von schätzungsweise 300 bis 500 Millionen Menschen gefeiert wird, hat tiefe kulturelle Wurzeln in West- und Zentralasien, auf dem Balkan sowie in Diaspora-Gemeinschaften Europas. Trotz seiner globalen Verbreitung war das Fest historisch verboten und wird in einigen Regionen bis heute unterdrückt.

Die Berliner Feiern schaffen einen seltenen öffentlichen Raum, in dem Gemeinschaften Newroz frei begehen können. Mit Musik, Diskussionen und praktischen Traditionen zielen die Veranstaltungen darauf ab, kulturelles Erbe zu bewahren und gleichzeitig aktuelle Kämpfe zu thematisieren. Beide Häuser betonen Inklusivität, um sicherzustellen, dass das Fest seine vielfältigen Ursprünge und seine moderne Relevanz widerspiegelt.

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