Knappheit an Speicherchips behindert Bechtles Pläne für 2026 - Bechtle drosselt Wachstumsprognose wegen anhaltendem Speichermangel
Bechtle passt Finanzprognose für 2026 an – Speichermangel bremst Wachstum
Der IT-Dienstleister Bechtle hat seine Finanzziele für 2026 nach unten korrigiert und führt als Grund anhaltende Engpässe bei Speicherchips an. Das Unternehmen, das PCs und Netzwerkhardware an Unternehmen und Behörden liefert, rechnet im kommenden Jahr mit einem verlangsamten Wachstum. Dennoch bleibt man von der langfristigen Strategie überzeugt.
2025 steigerte Bechtle sein Gesamtgeschäftsvolumen um über 8 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro. Der Umsatz legte jedoch nur knapp 2 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro zu, während der Gewinn vor Steuern um 6 Prozent auf 324,2 Millionen Euro sank.
Die zurückhaltende Prognose für 2026 spiegelt die allgemeinen Marktprobleme wider. Die Preise für Speicherchips sind aufgrund des knappen Angebots stark gestiegen – angetrieben durch die wachsende Nachfrage nach KI-Infrastruktur, Rechenzentren und Servern. Dies folgt auf einen Abschwung 2023, als schwächere Verkäufe von PCs, Smartphones und Tablets zu einem Überangebot an Chips führten. Aktuelle Prognosen zeigen, dass die Nachfrage nach KI-Komponenten wie mehrlagigen Leiterplatten von 3,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 7,0 Milliarden US-Dollar bis 2030 steigen wird.
Bechtles Vorstandsvorsitzender Thomas Olemotz hat für das kommende Jahr Zurückhaltung bei den Gewinnprognosen signalisiert. Das Unternehmen erwartet 2026 ein Umsatz- und Vorsteuerergebniswachstum von lediglich 0 bis 5 Prozent. Dennoch peilt man ein Gesamtgeschäftsvolumen von mindestens 10 Milliarden Euro bis 2030 an – idealerweise sogar früher.
Trotz der Lieferengpässe sieht sich Bechtle gut aufgestellt, um Chancen zu nutzen. Der Fokus auf Behörden und gewerbliche Kunden sorgt in unsicheren Marktphasen für Stabilität.
Die angepassten Ziele für 2026 unterstreichen, wie stark die Speichermangellage das Geschäft von Bechtle belastet. Zwar wächst das Geschäftsvolumen weiter, doch steigende Komponentenkosten setzen das Unternehmen unter Druck. Die langfristigen Pläne bleiben ehrgeizig: Bis 2030 soll die 10-Milliarden-Euro-Marke beim Umsatz erreicht werden.






