Bahnstrecke München–Rosenheim: Sanierung wird in zwei Etappen geteilt
Moritz PetersBahnstrecke München–Rosenheim: Sanierung wird in zwei Etappen geteilt
Die Deutsche Bahn hat ihre Sanierungspläne für die Bahnstrecke München–Rosenheim, eine der meistbefahrenen Strecken Bayerns, überarbeitet. Statt einer einzigen sechsmonatigen Vollsperre sollen die Arbeiten nun in zwei getrennten Abschnitten im Jahr 2028 und 2031 durchgeführt werden. Die Entscheidung folgt auf Kritik von Verkehrsverbänden und Güterverkehrsunternehmen.
Die erste Phase beginnt Mitte Februar 2028 mit einer achtwöchigen Komplettsperrung der Fernverkehrsgleise. Vorbereitende Maßnahmen starten bereits im Herbst 2027 und führen zu teilweisen Einschränkungen auf der S-Bahn-Strecke. Zudem sind für Anfang 2028 weitere Behinderungen vorgesehen, darunter Wochenendsperren und Störungen während der Karnevalsferien.
Die zweite Phase ist für das erste Halbjahr 2031 geplant. In diesem Zeitraum werden Gleise, Weichen, Oberleitungen, Brücken und Bahnhöfe modernisiert. Im Rahmen der Aufrüstung erhält die Strecke außerdem das Europäische Zugsicherungssystem (ETCS).
Trotz der Anpassungen übt der Verband der Güterverkehrsunternehmen scharfe Kritik am neuen Zeitplan. Geschäftsführer Peter Westenberger argumentiert, dass die kumulierten Sperrzeiten von insgesamt 24 Wochen nach wie vor nicht ausreichten. Er fordert stattdessen einspurige Baustellen und vorab Verbesserungen an Ausweichrouten, um Engpässe zu verringern.
Der überarbeitete Plan teilt die Sanierung in zwei Etappen auf und mildert so die Auswirkungen einer einzigen langandauernden Vollsperre. Dennoch bleiben Güterverkehrsunternehmen und Fahrgastverbände besorgt über die anhaltenden Beeinträchtigungen. Die Modernisierung der wichtigen Verkehrsachse erfordert zwar jahrelange Bauarbeiten in Phasen – doch die Aufwertungen sollen die Strecke zukunftsfähig machen.






