Bahn bremst Fachkräftemangel: 2026 endlich genug Stellwerksmitarbeiter
Moritz FischerBahn bremst Fachkräftemangel: 2026 endlich genug Stellwerksmitarbeiter
Deutschlands Bahnnetz erreicht 2026 einen entscheidenden Personalmeilenstein
Die deutsche Bahn hat im Jahr 2026 einen wichtigen Durchbruch bei der Personaldecke erzielt: Erstmals stehen ausreichend Stellwerksmitarbeiter zur Verfügung, um den durchschnittlichen Bedarf zu decken – und beenden damit einen langjährigen Fachkräftemangel. Dies ist das Ergebnis einer groß angelegten Nachwuchsoffensive von DB InfraGO, der Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn.
Bis Dezember 2025 hatte DB InfraGO rund 2.200 neue Fahrdienstleiter eingestellt und ausgebildet. Damit stieg die Personalzahl im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent. Ziel der Kampagne war es, den chronischen Personalmangel zu beheben, der über Jahre hinweg zu Verspätungen im gesamten Netz geführt hatte.
Die Erfolge zeigten sich zu Beginn des Jahres 2026: Erstmals erreichte die bundesweite durchschnittliche Auslastung der Stellwerksbesetzung 100 Prozent. Zwar kann es lokal weiterhin Engpässe geben, doch insgesamt hat sich die Personalsituation stabilisiert.
Auch die Bundesnetzagentur hat die Fortschritte zur Kenntnis genommen. Nach Jahren der Warnungen droht sie nun keine Strafen mehr wegen unzureichender Personalausstattung an. Die Verbesserungen seien ein "bedeutender Schritt für die Zuverlässigkeit des Schienenverkehrs", hieß es seitens der Behörde.
Die Rekrutierungsoffensive hat eines der größten Probleme des deutschen Bahnsystems entschärft. Mit einer nun flächendeckenden Personaldecke ist das Netz besser für den täglichen Betrieb gerüstet. Dennoch könnten regionale Engpässe weiterhin zu vereinzelten Verspätungen führen.






