27 March 2026, 16:15

Baden-Württemberg weitet Extremismusbekämpfung seit einem Jahrzehnt systematisch aus

Alte detaillierte Karte von Baden-Württemberg, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, mit einem Gebäude in der rechten unteren Ecke.

Baden-Württemberg weitet Extremismusbekämpfung seit einem Jahrzehnt systematisch aus

Baden-Württemberg baut seinen Kampf gegen Extremismus seit einem Jahrzehnt systematisch aus

Seit über zehn Jahren verstärkt Baden-Württemberg seine Maßnahmen zur Extremismusbekämpfung. Den Anfang machte 2015 das Anti-Terror-Paket des Landes, mit dem ein spezielles Zentrum zur Bekämpfung islamistischer Bestrebungen eingerichtet wurde. Mittlerweile erstreckt sich der Fokus auch auf rechtsextreme Gefahren, und es gibt Pläne, künftig auch linksextreme und ausländische Extremismusformen in die Arbeit einzubeziehen.

Den Auftakt bildete im Februar 2015 das Anti-Terror-Paket, das zur Gründung des Kompetenzzentrums zur Koordinierung des Präventionsnetzwerks gegen islamistischen Extremismus (KPEBW) führte. Angesiedelt im Innenministerium Baden-Württemberg, sollte es die Zusammenarbeit zwischen Landesbehörden, Kommunen und zivilgesellschaftlichen Akteuren verbessern.

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2018 erfolgte die Umbenennung in Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex), um das erweiterte Aufgabenspektrum widerzuspiegeln. Noch im selben Jahr wurde der Auftrag um die Bekämpfung des Rechtsextremismus erweitert. Aktuell laufen Vorbereitungen, auch Linksextremismus und ausländischen Extremismus in den Zuständigkeitsbereich aufzunehmen.

Das Zentrum hat seitdem seine Zusammenarbeit mit der Polizei durch gemeinsame Einsätze intensiviert. Ein Beispiel war die Aufklärungskampagne am 19. März 2026, bei der Beamte in Aalen, Pforzheim und Reutlingen Betroffenen aus dem rechtsextremen Milieu Ausstiegsberatungen anboten. Solche gezielten proaktiven Ansprachen sind mittlerweile ein zentrales Instrument der Präventionsarbeit.

Konex arbeitet zudem mit Hochschulen und Nichtregierungsorganisationen zusammen. Im Rahmen des CLIX-Projekts kooperiert es etwa mit dem Universitätsklinikum Ulm und dem Institut für Business Analytics der Universität Ulm, um Extremismusprävention zu erforschen. Darüber hinaus unterstützt es Netzwerke wie #TeamDemokratie, das Fachkräfte aus Sozialarbeit, Bildung und Verwaltung vernetzt.

Das Anti-Terror-Paket von 2015 stärkte zudem die Ressourcen von Polizei und Verfassungsschutz. Ziel war es, die Abstimmung zwischen bestehenden Programmen zu optimieren und präventive Strukturen im gesamten Land auszubauen.

Mittlerweile deckt das Zentrum ein breites Spektrum an Extremismusformen ab – von islamistischen bis hin zu rechtsextremen Bedrohungen. Durch erweiterte Partnerschaften und zielgruppenspezifische Ansätze entwickelt konex weiterhin einen abgestimmten Präventionsansatz. In den kommenden Jahren sind weitere Ausweitungen des Auftrags zu erwarten.

Quelle