05 June 2026, 12:55

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Intendantin in der Kritik

Anonymes Schreiben im Fürther Stadt Theater: Unterstützung für Intendantin Stolz von innen

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Intendantin in der Kritik

Ein anonymer Brief hat am Stadttheater Fürth für Unruhe gesorgt. Darin wird der Intendantin, Dr. Silvia Stolz, vorgeworfen, ein toxisches Arbeitsklima zu fördern. Die Vorwürfe beschreiben eine Kultur der Angst, des Misstrauens und psychischen Drucks unter den Mitarbeitenden. Trotz der Kontroverse laufen die Vorbereitungen für eine bevorstehende Premiere weiter – viele Beschäftigte sind mit großer Hingabe bei der Arbeit.

Der Brief, der zwar ohne Unterschrift, aber im Namen von 25 festangestellten Mitarbeitenden verfasst sein soll, kritisiert Stolz’ Führung seit ihrem Amtsantritt im November 2023. Er zeichnet das Bild eines belasteten Arbeitsumfelds, in dem die Stimmung unter ihrer Leitung gelitten habe.

Nicht alle teilen diese Einschätzung. Der Dramaturg Udo Eidinger stellte die Glaubwürdigkeit des Schreibens infrage und verwies darauf, dass sich keine Personen öffentlich dazu bekannt hätten. Gleichzeitig hob er Stolz’ Bemühungen hervor, das Theater enger mit der Stadt zu vernetzen, die Barrierefreiheit zu verbessern und einen offenen Dialog zu fördern.

Der Theaterbeirat Maurice Schönleben (SPD) sprach Stolz seine volle Unterstützung aus und nannte ihre Führung „herausragend“. Er bescheinigte ihr, den Wandel des Hauses vorangetrieben zu haben – mit Erfolg: In der Spielzeit 2024/2025 verzeichnete das Theater über 100.000 Besucherinnen und Besucher, mehr als 95.000 verkaufte Tickets und ein deutlich gewachsenes Jugendprogramm.

Während einige Mitarbeitende weiterhin verunsichert auf Klarheit warten, konzentrieren sich andere auf ihre Arbeit und bringen Energie und Engagement in die aktuellen Produktionen ein.

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Die Theaterleitung steht hinter Stolz und verweist auf messbare Fortschritte und positive Veränderungen unter ihrer Ägide. Doch der anonyme Brief wirft weiterhin Fragen auf und hinterlässt eine gespaltene Belegschaft, die sich zugleich ihren künstlerischen Aufgaben widmet.

Quelle