Airbus fordert rasche Entscheidung: Deutschlands Zukunft in der Kampfflugzeug-Entwicklung steht auf dem Spiel
Moritz PetersAirbus fordert rasche Entscheidung: Deutschlands Zukunft in der Kampfflugzeug-Entwicklung steht auf dem Spiel
Airbus drängt deutsche Politiker zu schneller Entscheidung über Zukunft der Kampfflugzeug-Entwicklung
Der Appell erfolgt nach dem Scheitern des europäischen Gemeinschaftsprojekts FCAS (Future Combat Air System). Branchenvertreter warnen, dass Verzögerungen Deutschland im internationalen Wettbewerb um moderne Kampfflugzeuge zurückwerfen könnten.
„Zeit ist ein entscheidender Faktor“, betonte Thomas Pretzl, Vorsitzender des Betriebsrats von Airbus Defence and Space. Zögerlichkeit würde die Entwicklung bremsen und anderen Nationen ermöglichen, in ähnlichen Vorhaben die Führung zu übernehmen. Gleichzeitig zeigte sich Pretzl überzeugt, dass Airbus in der Lage sei, ein eigenes Kampfflugzeug zu entwickeln – gestützt auf die langjährige Expertise des Konzerns.
Pretzl schlug vor, unverzüglich ein neues Entwicklungsprojekt zu starten und lud andere Länder zur Teilnahme ein. Zusammenarbeit sei dabei ein zentraler Erfolgsfaktor, so der Betriebsratschef.
Auch Reinhard Brandl, generalsekretär der CSU-Bundestagsfraktion, unterstrich die Bedeutung europäischer Teamarbeit. Deutsche Unternehmen könnten eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung des nächsten europäischen Kampfflugzeugs spielen, erklärte er. „Kooperation ist unverzichtbar“, so Brandl mit Blick auf künftige Rüstungsvorhaben.
Der Aufruf zu schnellem Handeln kommt nach dem Zusammenbruch des FCAS-Programms. Sowohl Airbus als auch politische Vertreter sind sich einig: Deutschland muss jetzt handeln, um nicht den Anschluss zu verlieren. Ein neues Projekt – idealerweise mit europäischen Partnern – könnte das Land wieder an die Spitze der Verteidigungstechnologie bringen.






