15 May 2026, 12:32

AfD gewinnt an Zustimmung – doch lokale Wahlerfolge bleiben selten

Ein Mann und eine Frau stehen vor einer Menge, der Mann hält einen Stock in der Hand, auf einem Papier mit deutschem Text und Zahlen, die eine Niederlage anzeigen.

AfD gewinnt an Zustimmung – doch lokale Wahlerfolge bleiben selten

Die rechtspopulistische AfD hat zwar in einigen Kommunalwahlen Zugewinne verzeichnet, stößt aber anderswo auf Widerstand. Während sie kürzlich in Altenberg und Zehdenick siegte, musste sie in weiten Teilen Ostdeutschlands Rückschläge hinnehmen. Gleichzeitig steigt die Partei in bundesweiten Umfragen weiter – und löst damit eine Debatte über den richtigen Umgang mit ihrem Aufstieg aus.

Die neueste Folge des Politik-Podcasts Bundestalk widmet sich den Strategien gegen den Vormarsch der AfD. Die Sendung erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem die Partei in bundesweiten Umfragen die Union überholt, es aber kaum schafft, diese Zustimmung in flächendeckende lokale Erfolge umzumünzen.

In Sachsen gewann die AfD mit ihrem Kandidaten André Barth die Bürgermeisterwahl in Altenberg. Erst jüngst setzte sich René Stadtkewitz in Zehdenick, Brandenburg, durch. Doch solche Erfolge bleiben die Ausnahme: Von 26 Bürgermeister- und Kreistagswahlen, die die Partei in diesem Jahr bestritt, konnte sie nur zwei für sich entscheiden.

Die Wahl im Landkreis Uckermark verdeutlichte die gemischten Ergebnisse der AfD. Die CDU-Politikerin Karina Dörk verteidigte ihr Amt klar gegen den AfD-Herausforderer Felix Teichner. Während des Wahlkampfs wies Dörk Vorwürfe zurück, eine angebliche „Brandmauer“ gegen die AfD sei das eigentliche Problem – stattdessen lenke dies nur von den wahren Themen ab. Teichner hingegen inszenierte sich mit weicherem Image: Er spielte am Klavier Lieder des linkseingestellten Liedermachers Hannes Wader und gab sich betont bürgerfreundlich.

Trotz der lokalen Schwächen legt die AfD in bundesweiten Umfragen kräftig zu. Aktuell liegt sie zwei bis drei Prozentpunkte vor der Union. In ostdeutschen Bundesländern sind die Werte noch deutlicher: 41 Prozent in Sachsen-Anhalt und 36 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern. Doch die meisten Wähler, die CDU und CSU den Rücken kehren, wenden sich nicht der AfD zu. Viele wollen stattdessen nicht zur Wahl gehen oder linksgerichtete Alternativen wählen.

Der wöchentlich auf Spotify, Deezer, iTunes und der eigenen Website verfügbare Bundestalk-Podcast analysiert in seiner neuesten Folge diese Entwicklungen. Die Moderatoren fragen, warum sich die bundesweite Beliebtheit der AfD nicht in durchgängige lokale Wahlerfolge übersetzt – und welche Konsequenzen die Konkurrenzparteien daraus ziehen könnten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Weg der AfD bleibt holprig: Zwar führt sie in bundesweiten Umfragen und feiert symbolträchtige Erfolge, doch ein breiter Wahlsieg in Ostdeutschland bleibt aus. Die Rivalen, darunter die CDU, halten weiterhin Schlüsselpositionen – doch die sich wandelnde Wählerlandschaft erfordert neue Strategien.

Die Bundestalk-Diskussion spiegelt die wachsende Sorge über den Einfluss der Partei wider. Bisher steht ihre Umfragestärke im Kontrast zu ihrer durchwachsenen Bilanz in der Kommunalpolitik.

Quelle