17 March 2026, 00:15

50 Jahre später: Tourist gibt "geliehenen" Hofbräuhaus-Krug mit 20 Euro zurück

Werbung für zwei Metall-Bierhumpen und ein Glas Bier mit Beschreibungstext.

50 Jahre später: Tourist gibt "geliehenen" Hofbräuhaus-Krug mit 20 Euro zurück

Ein Tourist hat fast 50 Jahre nach dem Mitnehmen einen Bierkrug an Münchens Hofbräuhaus zurückgegeben. Das Stück wurde zusammen mit 20 Euro als verspätete Entschuldigung zurückgeschickt. Allerdings handelt es sich bei dem Krug vermutlich nicht um jenes Original, das 1976 entwendet wurde.

Dies ist nicht der erste Fall eines verschwundenen Kruges, der wieder auftaucht. 2020 gab eine Amerikanerin einen gestohlenen Krug nach 55 Jahren an die Bierhalle Platzl zurück.

Der Vorfall begann 1976, als ein englischsprachiger Besucher einen Krug aus dem Hofbräuhaus mitnahm. Der Tourist bezeichnete ihn später als ein "geliehenes" Souvenir nach einem geselligen Abend. Jahrzehnte später wurde der Krug zusammen mit 20 Euro als nachträgliche Bezahlung zurückgesandt.

Da das Hofbräuhaus entwendete Krüge nicht erfasst, lässt sich die Echtheit des Stücks nicht überprüfen. Ähnliche Fälle kommen regelmäßig vor – etwa drei- bis viermal pro Jahr erhält die Brauerei zurückgeschickte Krüge oder Entschuldigungsbriefe. Zwischen 2021 und 2025 wurden rund 1.200 Krüge zurückgegeben oder finanziell ausgeglichen. Davon stammten 850 aus dem Hofbräuhaus am Platzl, während 350 zu anderen Münchner Brauereien wie Augustiner oder Paulaner gehörten.

Die 20 Euro des Touristen fließen nicht an die Brauerei, sondern kommen der Initiative Bunte Münchner Kindl zugute, einer lokalen Kinderhilfsorganisation in München.

Der zurückgegebene Krug reiht sich in eine lange Liste ähnlicher Rückgaben ein, die im Laufe der Jahre eingingen. Auch wenn seine Herkunft ungewiss bleibt, behandelt die Brauerei solche Fälle als Alltag. Durch die Spende an die Kinderhilfe kommt die verspätete Zahlung des Touristen letztlich der örtlichen Gemeinschaft zugute.

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