30.000 Radfahrer fordern bei Berlins Sternfahrt sichere Radwege und mehr Investitionen
Moritz Peters30.000 Radfahrer fordern bei Berlins Sternfahrt sichere Radwege und mehr Investitionen
Rund 30.000 Radfahrerinnen und Radfahrer strömten bei diesem Jahr zur Sternfahrt auf Berlins Straßen. Die jährliche Protestaktion, organisiert vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), setzt sich für sichere und bessere Radinfrastruktur ein. Die Teilnehmer forderten mehr Investitionen und weniger Kürzungen bei Radwegen in der gesamten Stadt.
Die Demonstration führte über 20 verschiedene Routen, die sich am Großen Stern und der Siegessäule trafen. Für die Kundgebung wurden Teile wichtiger Verkehrsadern wie die Avus (A115) und die A100 zeitweise gesperrt.
Marlene Alber, Verkehrspolitische Referentin des ADFC Berlin, kritisierte das Fehlen sicherer Radwege in der Stadt. Viele Bürger wollten zwar Rad fahren, seien aber durch die mangelhafte Infrastruktur gezwungen, gefährliche Strecken zu nutzen, so Alber. Sie forderte die Verkehrspolitiker auf, die Bedürfnisse der Radfahrer stärker zu berücksichtigen – etwa durch den Ausbau geschützter Radspuren und die langfristige Sicherung von Finanzmitteln.
Die traditionelle Sternfahrt spiegelt die anhaltende Unzufriedenheit in Berlins Fahrradszene wider. Die Teilnehmer nutzten die Veranstaltung, um gegen aktuelle Pläne zu protestieren, die Radverkehrsetats zu kürzen, statt die Bedingungen zu verbessern.
Die Demonstration führte zwar zu vorübergehenden Verkehrseinschränkungen, lenkte aber die Aufmerksamkeit auf die Forderung nach einem besseren Radwegenetz. Die Organisatoren betonten, dass Radfahrer ohne höhere Investitionen weiterhin unsicheren Verhältnissen ausgesetzt seien. Der ADFC kündigte an, in den kommenden Monaten weiter für politische Veränderungen zu kämpfen.






