19 April 2026, 10:14

1,9 Millionen Euro aus Kemptener Parkuhren gestohlen – ein Jahrzehnt unentdeckt

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen als Kostenfaktor für Familien benennt.

1,9 Millionen Euro aus Kemptener Parkuhren gestohlen – ein Jahrzehnt unentdeckt

In Kempten läuft derzeit ein Prozess gegen einen städtischen Mitarbeiter und seine Ehefrau, die beschuldigt werden, fast 1,9 Millionen Euro aus Parkuhren gestohlen zu haben. Das Paar soll das System über ein Jahrzehnt lang betrieben haben, bevor eine Bank Ende 2025 Alarm schlug. Beide sitzen seit ihrer Festnahme in Untersuchungshaft.

Der 40-jährige Mann, der bei der Stadt angestellt war, entleerte systematisch die Parkuhren und behielt das Bargeld. Seine 38-jährige Ehefrau soll ihm geholfen haben, das Geld zu waschen, indem sie die Beträge auf verschiedene Konten einzahlte oder gegen Geschenkgutscheine eintauschte. Jahre lang blieben ihre Machenschaften unentdeckt.

Erst als eine Bank ungewöhnliche Transaktionen auf ihren Konten meldete, leiteten die Behörden Ermittlungen ein. Kurze Zeit später wurden die beiden festgenommen. Als Reaktion darauf ließ die Stadt Kempten alle Schlösser der Parkuhren austauschen und übertrug die Wartungsaufgaben an ein externes Unternehmen, um weitere Diebstähle zu verhindern.

Die Staatsanwaltschaft fordert nun die vollständige Rückerstattung der gestohlenen Gelder. Der Prozess dauert noch an, beide Angeklagten befinden sich weiterhin in Haft. Der Fall hat Schwachstellen in der städtischen Kontrolle der Parkeinnahmen offenbart. Neue Sicherheitsvorkehrungen sollen ähnliche Straftaten künftig verhindern. Das Urteil wird zeigen, ob das Paar die gesamte gestohlene Summe zurückzahlen muss.

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